Mitteilungen

Der Vorstand des SIWF hat der Revision der Weiterbildungsordnung zugestimmt. Dies bedeutet zwar einige Arbeit für die Fachgesellschaft (wir werden über die Änderungen berichten), aber auch, dass wir die Zusage vom SIWF haben, dass unser neues Weiterbildungsprogramm Facharzt Kinderchirurgie zum 01.01.2023 in Kraft tritt.

Was braucht es bis dahin? Die Weiterbildungskommission wird das Weiterbildungsprogramm nochmals überarbeiten und die Anmerkungen vom SIWF einbringen. Das bedeutet, dass die hier abgebildete Version provisorisch und in keinster Weise verbindlich ist, v.a. nicht bezüglich Übergangsfrist.

Das Gleiche gilt für das Schwerpunktprogramm. Hier werden wir noch einige Bereiche anpassen, u.a. die Anerkennung der im Ausland absolvierten Zeit und die Übergangsbedingungen. Wann der Schwerpunkt in Kraft tritt, ist noch etwas unklar. Mit der Annahme der Revision der Weiterbildungsordnung Mitte September wurde neu die Zuständigkeit für den Schwerpunkt den Fachgesellschaften übergeben sowie ein neues Musterprogramm veröffentlicht, dem wir unser Programm anpassen müssen. Darauf müssen wir uns einstellen. Wir haben aber grosses Interesse, auch den Schwerpunkt schnellstmöglich in Kraft treten zu lassen.

Für allfällige Fragen zu den Neuerungen steht Ulrike Subotic, Präsidentin der Weiterbildungskommission sehr gerne zur Verfügung.

Mit grossem Bedauern habe ich von Herrn Dr. med. Peter Jennys Ableben (Todestag: 27.12.2025) erfahren.

Herr Dr. med. Peter Jenny erwarb sein eidgenössisches Ärztediplom 1967 und absolvierte anschliessend die Facharztweiterbildung zum Kinderchirurgen. Er trat 1973 ins Kinderspital Basel ein und schloss die Facharztweiterbildung für Kinderchirurgie 1975 erfolgreich ab. Herr Dr. med. Peter Jenny arbeitete als Kinderchirurg mehr als 33 Jahre am Kinderspital Basel, zuerst unter Herrn Prof. Bruno Herzog und nach dessen Emeritierung im Jahr 1998 unter Herrn Prof. Dr. Dietrich von Schweinitz.

Herr Dr. med. Peter Jenny zeigte grosses operatives Geschick und engagierte sich besonders für die minimal invasive Behandlung von Kindern mit Harntrakterkrankungen. Er war sowohl bei den von ihm behandelten Kindern und deren Familien sowie bei der Kollegenschaft, dem Pflegepersonal und anderen Mitarbeitenden am Kinderspital Basel sehr beliebt. Er legte grossen Wert auf exakte, operative Disziplin und galt als gerechter und strenger Lehrer, der eine sehr gute Operationsqualität an die jüngeren Kolleginnen und Kollegen vermitteln konnte. International war Herr Dr med. Peter Jenny gut vernetzt und sprach fliessend Deutsch, Englisch und Französisch.

Anfang 1999 wurde das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) als Zusammenschluss vom Kinderspital Basel und der Kinderabteilung des Bruderholzspitals gegründet. Als Chefarzt Stellvertreter Kinderchirurgie wirkte Herr Dr. med. Peter Jenny dabei mit. Er setzte sich für den Ausbau der kinderfreundlichen ambulanten Kinderchirurgie am UKBB ein und wurde nach dem Weggang von Prof. von Schweinitz im Juni 2003 zum Chefarzt Kinderchirurgie ad interim am UKBB ernannt.

Ich habe Herrn Dr. med. Peter Jenny noch wenige Monate lang als meinen Stellvertreter im Jahr 2005 erleben dürfen und konnte mit ihm eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit etablieren. Obwohl ich eine weiterführende Zusammenarbeit mit Herrn Dr. med. Peter Jenny sehr geschätzt hätte, war dies auch im Hinblick auf seine chronische Erkrankung nicht mehr möglich.

Ich habe Herrn Dr. med. Peter Jenny auf den damals noch häufig nötigen gemeinsamen Autofahrten zwischen den Kinderchirurgie-Standorten Römergasse und Bruderholz als begeisterten Autofahrer erlebt. Dabei erzählte er jeweils liebevoll von seiner Familie, seinen Hobbies, seiner grossartigen Oldtimersammlung sowie den Pferden seiner Gattin. Nach seiner Pensionierung vom UKBB arbeite Herr Dr. med. Peter Jenny noch einige Jahre an der Kindertagesklinik in Liestal, unweit von seinem Wohnsitz in Frenkendorf.

Zuletzt begleitete er noch seine Gattin bei Oldtimerausfahrten als Beifahrer. Ich durfte Herrn Dr. med. Jenny zuletzt noch bei UKBB-Pensioniertenanlässen treffen.

Johannes Mayr
Emerit. Prof. Kinderchirurgie UKBB
und Kinderchirurg Kindertagesklinik Liestal

Basel, 5. Januar 2026

Die Liste wurde von der Qualitätskommission der SGKC erarbeitet, den Mitgliedern der SGKC an der Generalversammlung 2024 vorgestellt und vom SGKC Vorstand einstimmig genehmigt. Die Qualitätskommission der SGKC stützte sich bei der Erarbeitung der Liste einerseits auf Anregungen von Mitgliedern, anderseits wurden bereits publizierte Choosing Wisely Listen anderer Länder gesichtet und analysiert. So fanden die Empfehlungen zur Nabelhernie und zum Ganzkörper-CT beim verunfallten Kind von der Choosing Wisely Liste der American Association of Pediatrics, Section on Surgery, ABIM Foundation, Einzug in diese Liste, da diese Empfehlungen auch für die Schweiz relevant und aktuell sind. Die Kinderchirurgie umfasst ein vielfältiges Spektrum von chirurgisch behandelbaren Erkrankungen, weshalb auch in der Kinderchirurgie eine Subspezialisierung stattgefunden hat. Bei der Erarbeitung der Liste wurde Wert darauf gelegt, dass Empfehlungen aus verschiedenen Subspezialitäten der Kinderchirurgie enthalten sind (Urologie, Traumatologie, Visceralchirurgie).
Es wurden Empfehlungen gewählt, die darauf abzielen, unnötige Behandlungen, die entweder häufig durchgeführt werden oder eine hohe Invasivität/ Morbidität aufweisen, zu vermeiden.

Die SGKC verurteilt jegliche Form von sexueller, moralischer oder anderer Belästigung sowie Machtmissbrauch am Arbeitsplatz
in allen medizinischen und chirurgischen Disziplinen und in allen Krankenhäusern der Schweiz.

Sie teilt die Stellungnahme des SCS vom 7. Februar 2025 zu 100%.

Im Namen des SGKC-Vorstands, Prof. Anthony de Buys Roessingh, Präsident

Unser Mitglied Prof. Dr. Ueli Möhrlen, Direktor der Chirurgischen Klinik am Universitäts-Kinderspital Zürich, wurde in einer kompetitiven Wahl in das Board of Directors des North American Fetal Treatment Network (NaftNet) gewält. Das NaftNet ist die weltweit grösste und wichtigste Forschungsgemeinschaft für fetale Medizin, namentlich für fetale Chirurgie. Prof. Möhrlen ist das einzige nicht aus Nordamerika stammende Mitglied des Boards, was die herausragende Stellung seiner Klinik im Feld der fötalen Chirurgie in Europa unterstreicht. Die SGKC gratuliert zu diesem Erfolg und ist stolz, eines seiner Mitglieder in dieser besonderen Stellung zu wissen.

Statement Präsidium IG-IMC

Der Vorstand der SGKC stellt sich unter Berücksichtigung medizinischer,
ethischer sowie rechtlicher Erwägungen einstimmig auf den Standpunkt,
dass nicht rein medizinisch indizierte Operationen beim Kind nach
Einzelfallabwägung mit Prüfung des Kindswohls sowie nach Aufklärung und
Zustimmung beider Elternteile, durchgeführt werden dürfen. Dabei wird
nach Möglichkeit auch die Willensäusserung des Kindes in den
Entscheidungsprozess einbezogen.“